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Kreativität als Herausforderung


Wenn man rund um die Uhr herausgefordert ist, 'Sinnvolles' zu produzieren --siehe die hunderte von Seiten im Hochschul-Umfeld--, dann hat man auch schon mal das Bedürfnis, 'querfeldein' zu denken, mit Themen einfach so zu 'spielen', oder gar direkt mit 'Unsinn' zu experimentieren. Natürlich ist das nicht jedermanns Sache... In einer Welt, die ständig nach 'Professionalität' verlangt, mag sich keiner eine Blöße geben....Was könnten denn die Leute denken? Als ob der Schein der Professionalität den wahren Sachstand unseres Lebensprozesses wiedergibt. 'Professionalität' ist allemal eine relative Größe. Nicht starre Mauern sind gefragt sondern transparente, dynamische Prozesse.'Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...' steht schon in der Bibel...was nicht unbedingt viel heissen muss. Wer aber z.B. 'morgen' neue, innovative Produkte haben will, muss das 'Gute' von 'heute' als möglichen 'Schrott von morgen' erkennen und der muss heute Dinge denken, an die die meisten anderen noch nicht denken. Ohne 'Kreativität' (natürlich auch nicht ohne hinreiches Wissen) wird dies nicht gelingen. Warum gibt es so wenig 'kreative' Menschen? Ist die Angst vor 'Veränderungen', vor 'Andersheit' stärker als die 'Lust auf Neues'? 'Ordentliche' Kinder sind allemal beliebter als 'unordentliche', da 'pflegeleichter'.... Leben gibt es aber nur im Doppelpack mit 'Sterben', Erfolg nur zusammen mit möglichem Scheitern. Wer Wahrheit will, muss den Mut haben, viele Fehler zu machen. Die 'politische Korrektheit' unsere Tage kann aus diesem Blickwinkel auch als 'Todeshauch' erscheinen, der eine lebendige, erfolgreiche Gesellschaft im Keime zu ersticken droht... (meine Pseudonyme sind 'cagent' im Philosophieblog und 'cagentARTIST' im künstlerischen Kontext).

Offene Wissenschaft


In dem Maße, wie meine Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Frankfurt University of Applied Sciences (FR-UAS) ausklingt, engagiere ich mich in dem Projekt einer OFFENEN WISSENSCHAFT' (OPEN SCIENCE). Dies mag auf den ersten Blick widersprüchlich klingen, da 'Wissenschaft' von ihrem Selbstverständnis her grundsätzlich offen ist, aber in der Realität finden wir heute zunehmend eine dermaßen starke Zersplitterung von Disziplinen, dass die wichtigen Querbezüge und integrierenden Denkmodelle drohen, auf der Strecke zu bleiben. Dazu kommt, dass die Politik und Wirtschaft die Universitäten immer mehr unter Druck setzen bei gleichzeitigem Entzug von finanziellen Mitteln. Dies führt zu einem Entzug an realer Denkzeit und motiviert ein Konkurrenzdenken zwischen den Lehrstühlen und Institutionen, die den Geist eines wahrhaft offenen interdisziplinären Denkens ernsthaft bedrohen. In diesem Kontext möchte ich zusammen mit vielen anderen ProfessorenInnen, ExpertenInnen sowie KünstlernInnen im INM einen Diskurs- und Performanceraum schaffen, der ein interdisziplinäres und offenens Denken befördert. Neben meinem bisherigen Philosophieblog PHILOSOPHIE JETZT gehört dazu ein internationales Buchprojekt (bisher noch kein Titel :-)), in dem das Thema Human-Machine Interaction (HMI) als Teil des Systems Engineering (SE) behandelt wird, ferner das Thema Artificial Intelligence als Teil von HMI und -- das ist nicht selbstverständlich -- wir schicken einen Eingangsteil voraus, in dem wir die philosophischen Voraussetzungen von SE thematisieren. Schliesslich, da man diese Theorien letztlich nur versteht, wenn man sie mit Softwareunterstützung auch ausführen kann, gibt es dazu ein eigenes Software-Labor genannt Emerging-Mind Lab (EML). Jeder kann mitlesen, jeder kann mitwirken, wenn er will. Parallel dazu wird Manfred Fassler Themen und Projekte im Umfeld der Emergent-Life Academy organisieren, und Michael Klein Themen und Projekte im Umfeld von Virtual-Reality. Ferner probieren wir ein bisschen das neue Performance Format PHILOSOPHY-IN-CONCERT aus. Das Emerging Mind Projekt ist ein Projekt im größeren Kontext von ELA.