
Danksagung für die Anteilnahme am Tod unseres Vaters
Gerhard Döben
15.3.1921 – 6.5.2007Liebe Freunde, liebe Mittrauernden,
erlaubt uns auf diesem Weg des gedruckten Wortes Dank zu sagen für die so vielfältigen, spontanen und sehr persönlichen Worte der Anteilnahme am Tode unseres Vaters, auch für so manche Geschenke, mit denen von vielen Seiten zur Verschönerung der Trauerfeier oder seines Grabes beigetragen wurde. So traurig der Tag des endgültigen Abschieds war, so schön war es, dies in der Gemeinschaft all der Freunde und Mittrauernden erleben zu können, mit denen unser Vater und wir auf vielfältige Weise verbunden waren – und weiter sind.
Die Einleitungsmusik von Sarah Brightman 'No one like You' empfing uns zu Beginn der Trauerfeier mit ihrer Wärme und Liebe und rückte uns vor Augen, dass jeder Mensch, den man liebt, seine ganz besondere Schönheit hat, die ein Geschenk ist, für das man nur danken kann, und für das eigentlich keine Zeit des Lebens adäquat genug ist. Die Worte der hl. Schrift, gelesen von Pfarrer Grom, erinnerten uns daran, dass der Glaube unserer Trauer einen Weg weisen will, hinaus aus der Dunkelheit in ein Licht, das leuchtet, auch wenn die Sonne des irdischen Tages ihren Weg scheinbar beendet.
Dieses Thema wurde dann von Musik aus dem Filmepos 'Herr der Ringe' aufgegriffen 'Concerning Hobbits'. Die 'Hobbits verkörpern im grossen Epos von dunkler Macht und leuchtender Liebe das Völkchen, welches in seiner unschuldigen Freude am Leben eine Heiterkeit verstrahlt, die Herzen erwärmen kann. Viele, die unseren verstorbenen Gerhard kannten, haben genau das bei ihm oft gespürt, einen Scherz, einen tieferen Humor, seinen Charme gegenüber Frauen, womit wir nicht sagen wollen, dass er nicht auch seine Macken und Kanten hatte...
Sein Leben war nicht leicht gewesen. Eine harte Jugend, Krieg, Vertreibung, schwere Aufbauzeiten, Aufs und Abs im Beruf, ein nicht leichtes Familienleben, Berufstätigkeit bis zum 76.Lebensjahr (!), ... ein Bild, das wunderschön von dem Lied der DDR Band Phudhys unter dem Titel 'Alt wie ein Baum' beschrieben wurde.
Die Trennung von ihm fällt uns nicht leicht, obgleich in den letzten Monaten und Wochen die fortschreitende Alzheimerkrankheit ihn uns immer mehr entrückt hatte: sein Bewusstsein versank immer mehr in der Unbestimmtheit des Augenblicks, ohne Vorher und Nachher, ohne Oben und Unten; nur gelegentlich blitzte für einen kurzen Moment noch etwas auf, das man als Verstehen empfinden konnte. Aber die Liebe und Zuneigung von uns allen umfing ihn und begleitete ihn bis in seine letzten Stunden, in denen er am Sonntagmoren, den 6. Mai, gegen 5:45 Uhr ruhig eingeschlafen ist.
Ob wir Christen sind oder an etwas anderes glauben, viele von uns verbindet die tiefe Überzeugung, dass der körperliche Tod nicht das Ende dessen ist, was wir als Leben bezeichnen. Der körperliche Tod ist nicht nur Ende, sondern auch Anfang eines neuen Abschnitts, die Verbindung zur Gemeinschaft der Lebenden und Toten. In diesem Glauben wird unser Vater Gerhard uns allen nahe bleiben, bis zu dem Tag, an dem wir selbst ihm auch auf diesem Weg folgen werden. Seine Urne wird im Familiengrab auf dem Friedhof von Hadamar (bei Limburg an der Lahn) beigesetzt werden.
Mit nochmaligem Dank und herzlichen Grüssen,
Gerd-Dietrich Döben-Henisch & Anita HenischMartina Döben-Koch & Eric Rosenberg
Marlis Brink & Ina Berndt (Schwestern von Gerhard)
Gerd Döben-Henisch | Privater Bereich